Innendämmung mit Mineralschaum WLG 042

Einbau von Dämmplatten aus Mineralschaum, Abb. Multipor Xella

Wer mit künstlichen Dämmstoffen aus organischem Material Probleme hat (Petrochemie), kann auch auf anorganische mineralische Dämmstoffe zurückgreifen. Hier wäre u. a. die sogenannte Mineralschaumplatte zu nennen. Mineralschaum ist ein massiver, komplett mineralischer Dämmstoff auf Basis von Sand, Kalk, Zement und Wasser. Der Dämmstoff ist leicht, faserfrei und trotzdem relativ druckfest. Die Wärmeleitfähigkeit liegt bei 0,042 W/mK. Mit Mineralschaum lassen sich aufgrund der kapillaraktiven Eigenschaften diffusionsoffene Innendämmungen ohne spezielle Dampfbremse ausführen. Für die Montage ist ein spezieller Klebemörtel des Systemherstellers zu verwenden.

Seine Eigenschaften lassen sich mit denen des Baustoffes Porenbeton (Gasbeton) vergleichen. Der Dämmstoff wird hinterlüftungsfrei, möglichst ganzflächig (Zahnspachtel) an die Wand geklebt und anschließend unter Gewebeeinlage geputzt bzw. gespachtelt. Für eingebundene Innenwände sind Dämmkeile hilfreich, die vom Hersteller der Platten mit angeboten werden. Die abschließende Beschichtung muss den kapillaraktiven Eigenschaften des Systems entsprechen.

Autor: now