Innendämmung: Vor- und Nachteile

Vorteile und Nachteile von Innendämmungen gegenüber Außendämmungen der Außenwand

#Was zeichnet eine gute Innendämmung aus?

Eine gute Dämmung von innen

  • reduziert nachhaltig den Heizwärmebedarf,
  • verbessert die (thermische) Behaglichkeit durch Anhebung der Oberflächentemperaturen der gedämmten Wände,
  • verringert die Aufheizgeschwindigkeit des Raumes und
  • beseitigt die Gefahr einer Schimmelbildung.

Bei der Ausführung der Dämmung von innen ist dazu auf eine

  • ausreichend starke,
  • wärmebrückenarme,
  • lückenlose und
  • luftdichte Montage

zu achten.

#Welche Vorteile besitzt eine Innendämmung?

  • Gewünschte behagliche Temperaturen stellen sich schneller ein. Der Grund dafür ist die geringe aufzuheizende Masse gegenüber einer Dämmung von außen.
  • Nur zeitweise genutzte Räume, wie Homeoffice, Hobbyraum, Gästezimmer, Kirche, Versammlungsräume, Werkstatt, Sporträume, Turnhallen usw. lassen sich mit geringerem Kostenaufwand beheizen.
  • Die schrittweise Modernisierung von Wohnräumen ist möglich.
  • Durch eine hohe Wärmespeicherkapazität massiver Wände wird dem Problem des Algenwachstums bei Außendämmungen vorgebeugt.
  • Durch spezielle, allerdings auch aufwendigere Konstruktionen kann der Schallschutz verbessert werden.
Auch Rundbögen können und müssen in die Innendämmung einbezogen werden
Auch Rundbögen können und müssen in die Innendämmung einbezogen werden

#Welche Nachteile besitzt eine Innendämmung?

  • Innendämmungen führen zu einer Absenkung der Temperatur in der dahinterliegenden Außenwand. Dadurch steigt das Frostschadensrisiko (z.B. Schäden an Heizungs-, Wasser- und Abwasserrohren). Wasserführende Rohrleitungen sollten innenseitig auf die Dämmung verlegt werden.
  • Ist Feuchteeintrag von außen vorhanden, wie z.B. eine hohe Schlagregenbeanspruchung, sinkt die Temperatur im Wandquerschnitt ebenfalls. Deshalb sind eventuell Regenschutzmaßnahmen vorzusehen.
  • Innendämmungen reduzieren den Wärmeverlust nicht im gleichen Maß, wie das bei Außendämmungen der Fall ist. Die Ursache dafür ist, dass die Verluste über nicht zu beseitigende Wärmebrücken (Decken, Fußböden, eingebundene Innenwände) prozentual zunehmen.
  • Durch die Anbringung der Dämmung von innen verringert sich der zur Verfügung stehende Platz (bei einem 20 m² großen Raum etwa um 1,3 m²).
  • Durch eine Innendämmung der Außenwand wird auf einen Teil (ca. 20%) der wärmespeichernden Masse des Raumes verzichtet, was zwar rasche Temperaturerhöhungen durch aktive Beheizung ermöglicht, aber auch zu einer raschen Temperaturerhöhung durch solare Einstrahlung führen kann.
  • Die Befestigungsmöglichkeit schwerer Gegenstände ist eingeschränkt.

Autor: now